Bitcoin kennt keine Kontostände. Das klingt seltsam, ist aber wie Bargeld im Portemonnaie: Du hast nicht „47 Euro“, sondern einen Zwanziger, einen Zehner, einen Fünfer und Kleingeld.
Willst du 15 Euro bezahlen und hast nur einen Zwanziger, gibst du den ganzen Schein und bekommst 5 Euro Wechselgeld. Bitcoin funktioniert genauso: Eine Überweisung verbraucht ganze „Scheine“ aus früheren Zahlungen und erzeugt neue – einen für den Empfänger, einen als Wechselgeld zurück an dich.
Diese „Scheine“ heißen UTXO (Unspent Transaction Output, auf Deutsch: unverbrauchte Transaktionsausgabe). Deine Wallet zählt einfach alle UTXOs zusammen, die dir gehören, und zeigt dir die Summe als Guthaben an.
Was übrig bleibt, wenn man Eingänge minus Ausgänge rechnet, ist die Gebühr für den Miner. Wer mehr Gebühr zahlt, wird bei vollem Netzwerk schneller in einen Block aufgenommen.
Eine Transaktion besteht aus Inputs und Outputs. Jeder Input verweist auf einen früheren Output (Transaktions-ID plus Index) und liefert die Daten, die dessen Sperrbedingung erfüllen. Jeder Output enthält einen Betrag in Satoshi (1 BTC = 100.000.000 sat) und ein Sperrskript (scriptPubKey).
Bitcoin Script ist eine bewusst einfache, stapelbasierte Sprache ohne Schleifen. Ein Output ist ausgebbar, wenn das Entsperrskript zusammen mit dem Sperrskript zu „wahr“ auswertet. Typische Muster: P2PKH, P2SH, P2WPKH (SegWit) und P2TR (Taproot).
Gebühren werden nicht in Prozent, sondern pro Datenmenge berechnet (Satoshi pro virtuellem Byte). Eine Transaktion mit vielen Inputs ist größer und damit teurer, unabhängig vom Betrag. Unbestätigte Transaktionen warten im Mempool jedes Knotens, bis ein Miner sie in einen Block aufnimmt.
Bitcoin besteht aus unverbrauchten Ausgaben früherer Transaktionen. Jede Zahlung verbraucht alte UTXOs und erzeugt neue.





