Am 3. Januar 2009 erzeugte Satoshi den allerersten Block – den Genesis-Block. Er ist der Anfang der Kette, auf die bis heute jeder neue Block aufbaut.
In diesem Block versteckte Satoshi eine Botschaft: die Schlagzeile der britischen Zeitung „The Times“ vom selben Tag. Sinngemäß: Der Finanzminister steht kurz vor einer zweiten Rettungsaktion für die Banken. Die Zeile beweist, dass der Block nicht vor diesem Datum entstanden sein kann – und sie gilt als Kommentar zum Grund, warum es Bitcoin gibt.
Am 12. Januar 2009 folgte die erste Überweisung von Mensch zu Mensch: Satoshi schickte 10 Bitcoin an den Programmierer Hal Finney. Und am 22. Mai 2010 kaufte Laszlo Hanyecz zwei Pizzen für 10.000 Bitcoin – der erste bekannte Kauf eines echten Produkts. Deshalb feiert die Community diesen Tag als „Bitcoin Pizza Day“.
Der Genesis-Block (Höhe 0) ist fest in die Software eingebaut – er wird nicht aus dem Netzwerk geladen, sondern ist der vereinbarte Startpunkt. Sein Feld für den Vorgänger-Hash besteht nur aus Nullen.
Die Botschaft steckt im coinbase-Feld der ersten Transaktion, das Miner frei beschreiben dürfen. Die Belohnung von 50 BTC aus diesem Block ist allerdings nicht ausgebbar: Die Software nimmt die Genesis-Transaktion nie in die Liste der unverbrauchten Ausgaben (UTXO-Set) auf.
Zwischen dem Zeitstempel des Genesis-Blocks und Block 1 liegen rund sechs Tage. Warum, ist nicht dokumentiert. Die Transaktion an Hal Finney steht in Block 170.
The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks
Block-Hash: 000000000019d6689c085ae165831e934ff763ae46a2a6c172b3f1b60a8ce26f
Jeder Bitcoin-Block lässt sich lückenlos bis zum Genesis-Block vom 3. Januar 2009 zurückverfolgen.





